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Author Archives: Lysande

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Messebericht MCC Leipzig 2015

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Die MCC Leipzig geht im Jahr 2015 in die zweite Runde!

Bereits im vergangenen Jahr erfreute sich die neu gegründete Manga-Comic-Convention erstaunlich großer Beliebtheit unter den heimischen sowie aus der Ferne angereisten Fans japanischer Kultur und selbstverständlich Cosplay. Im Zuge der LBM, also der Leipziger Buchmesse, fand in diesem Jahr erneut die MCC als Zweitconvention parallel zur Buchmesse statt.

Erneut wartete die Convention in Halle 1 mit einer Vielzahl an Ständen auf, die von Büchern, über Figuren und Plüschtieren bis hin zu T-Shirts, Taschen, Katzenohren und speziellem Merchandise alles zu bieten hatte, was das Herz ihrer Besucher begehrte. Die Vielzahl der dortigen Aussteller übertrifft die der vergangenen Jahre bei weitem, anwesend waren neben bekannten Ausstellern wie Figuya, Kingplayers und Mycostumes auch viele japanische Verkäufer, die rechtzeitig zur Convention die neusten Artikel aus Japan präsentierten.

Auch für die körperlichen Befindlichkeiten war gesorgt. Wie üblich fand sich zentral gelegen auch eine große Zahl an Imbissbuden, die zu moderaten Messepreisen Speis und Trank anboten.

Selbstverständlich wurde den mehr als 93.000 Besuchern der MCC (von insgesamt 251.000 Besuchern der gesamten Buchmesse Leipzig) noch viel mehr geboten. Auf der eigens errichteten großen Showbühne gab es den wie jedes Jahr stattfindenden Cosplay-Wettbewerb zu bestaunen – ebenfalls konnten sich die Fans auf einige Showgruppen freuen, die rund um die Uhr ihre aufwendig erarbeiteten Bühnenshows- und -stücke zum Besten gaben. Moderiert wurden die Bühnenshows vom allseits beliebten Luigi, der auch dieses Jahr erneut die Menge in seinen Bann schlagen konnte.

Das Hauptaugenmerk der MCC darf wie jedes Jahr auf die in gewaltiger Anzahl erschienen Cosplayer gerichtet werden. Bereits die Anreise bot den Messebesuchern so einiges fürs Auge, denn schon innerhalb der Straßenbahnen auf dem Weg zur Messe gruppierte sich das bunte Volk der Kostümierfreudigen. Neben bekannten Größen wie Lightning Cosplay, die ebenfalls in der Haupthalle zugegen war und gemeinsam mit Mycostumes das neue Transpaart (Ableger von Worblas Finest Art) vorstellte, fand sich eine überwältigende Menge atemberaubender Kostüme. Neben fantasievollen Rüstungen, ausladenden Kleidern bis hin zu riesenhaften Big Daddys der Spielereihe Bioshock war hier alles vertreten, kleine wie große Cosplayer versammelten sich sowohl in Halle 1 als auch in der sehr beliebten Glashalle, um Fantreffen, Shootings und ähnliches zu veranstalten.

Konzentriert haben sich die Cosplayer mit steigender Zahl von Donnerstag bis Sonntag, wobei der Donnerstag als schwächster Tag gesehen werden kann. Hingegen war Samstag als Höhepunkt zu betrachten – es präsentierte sich die Crème de la Crème der Cosplayelite, was auch daran zu merken war, dass es in den Gängen immer enger wurde. Teilweise wurde Halle 1 mit einer Zugangsbeschränkung versehen, was jedoch nicht immer auf das Wohlwollen der Messebesucher stieß.

Fazit:

Auch in diesem Jahr war die MCC Leipzig ein erstaunliches Event für Freunde von Anime und Manga. Die jedes Jahr wachsende Veranstaltung lohnt sich, auch für diejenigen, die das gute Buch mehr interessiert als die farbenfrohen Trachten der Cosplayer.

# V-Z

Wonderland Date – Ryo Takagi

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„Wonderland Date“ (Original „Fushigi no Kuni de Aimashou“) von Ryo Takagi, erstmals in japanischer Erstausgabe erschienen im April 2012, ist seit dem 04. Dezember 2014, herausgegeben von Egmont Manga, erhältlich.

Als Arisu eines Tages auf der Flucht vor seinem grausamen Dienstherren in einen alten Brunnen fällt, findet er sich wieder in einer Welt die so ganz anders ist als die, aus der er kommt: „Willkommen zurück, Alice!“, sind die ersten Worte, die ein völlig fremder Mann an ihn richtet. Perplex stellt Arisu fest, dass er durch ein Loch am Himmel in dieses „Wunderland“ gefallen ist, direkt hinein in die Teeparty eines Dreiergespanns, das ihn sofort als „Alice“ erkennt.


Doch erst, als der gutaussehende Rihito ihn als seinen Geliebten bezeichnet, der vor drei Jahren unter mysteriösen Umständen verschwand, wird Arisu klar, dass hier etwas nicht stimmen kann. Nicht genug, dass er keinerlei Erinnerungen an seinen Geliebten hat, obwohl die Narben auf seinem Rücken ein mehr als eindeutiger Beweis sind – so kann er nicht verbergen, dass auch seine Gefühle zu Rihito mehr und mehr wachsen. Was ist dies für eine Welt? Was ist mit ihm geschehen? Hat ihm der rote König seine Erinnerungen geraubt? Und was haben die Grinsekatze Taiga und der Hase Shizuku, die beiden anderen Männer in Rihitos Nähe, mit seinem Geliebten zu tun?

„Wonderland Date“ stammt aus der Hand der erfahrenen Ryo Takagi, die bereits einige nahmhafte Werke des Genres Shonen Ai publiziert hat. Dazu zählen unter anderem „Butler’s Game“ oder auch „Love Guardians“.

Die Anspielung auf „Alice im Wunderland“ zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Manga. Sei es das Wunderland an sich, das Element der Teeparty oder auch die in Erscheinung tretenden Figuren des Hasen und der Grinsekatze – Ryo Takagi erschafft hier eine Alternativvariante, die nicht nur den Charakter „Alice“ anders darstellt, als ursprünglich vorgesehen.

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# A-F # A-F Autoren/Mangaka Citrus Manga Manga Reviews Reviews Tokyopop Verlage

Citrus – Saburo Uta REVIEW

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„Citrus“ von Saburo Uta erscheint in Japan seit 2012 und umfasst (Stand Januar 2014) derzeit 3 Bände in japanischer Originalausgabe. Der deutsche Release ist für Februar 2015 durch Tokyopop angekündigt.

Inhalt:
Das hatte sie sich anders vorgestellt: Als die modebewusste Yuzu Aihara nach der Wiederheirat ihrer Mutter auf eine reine Mädchenschule wechselt, wird ihr mit Schrecken bewusst, dass hier ganz andere Regeln herrschen: Legere Kleidung, Schmuck und Makeup sind hier ebenso verboten wie ihr blond gefärbtes Haar. Zu allem Übel nimmt ihr die konservative doch gleichzeitig als Schönheit bekannte Schülerratspräsidentin Mei das Handy ab und erteilt ihr eine erste Lektion – als Yuzu diese dann aber auch noch mit einem der Lehrer bei einem Kuss erwischt, raucht ihr vollends der Kopf.

Nach diesem ersten Tag folgt sofort der nächste Schock: Zuhause angekommen erklärt ihr die glückliche Mutter, dass sie ab heute eine jüngere Schwester hat: Niemanden anders als die Schülerratspräsidentin Mei! Verwirrt von den Ereignissen spricht Yuzu ihre neue Schwester auf die Szene an, die sie beobachtet hat – nur um daraufhin den ersten Kuss ihres Lebens von ihr zu erhalten! Doch was führt Mei im Schilde? Yuzus Gefühle scheinen aus der Bahn zu geraten. Im Strudel der Ereignisse treten ihr neue Hindernisse in den Weg: Ihr neuer Großvater ist der Schulleiter und auch dieser stört sich an ihrem Erscheinungsbild. Nur mit Mühe gelingt es Yuzu, den drohenden Schulverweis abzuwenden, doch gleichzeitig beginnt sie, tiefere Gefühle für ihre jüngere Schwester Mei zu entwickeln. Als diese sie plötzlich abzulehen scheint, bricht für Yuzu eine Welt zusammen…

Mit „Citrus“ erschafft Saburo Uta einen prickelnden, neuen Manga des Genres Shojo Ai, der nicht nur mit vielversprechenden Zeichnungen, sondern auch mit einer Story lockt, die bisher dagewesene Werke dieser Art auf ein neues Level bringt und sich dabei als ein ganz besonderer Leckerbissen erweist. Saburo Uta versteht es gekonnt, Pointen zu setzen, die den Leser unerwartet in seinen Bann ziehen. Die zunächst verwirrende Geschichte um Yuzu und ihre Stiefschwester Mei lockert mit weiterem Handlungsverlauf auf und offenbart, dass die Story tiefer angelegt ist, als es den Anschein macht. Auch Nebencharaktere kommen hier großzügig zur Geltung und lassen die Erwartungen an die Folgebände steigen. Zwar mag der ein oder andere meinen, dass mit einer Geschichte rund um eine Mädchenschule nicht mehr bedient wird, als das gängige Klischee, doch irrt man sich hier gewaltig. Die immer auf neue Höhepunkte und unerwartete Begebenheiten zusteuernden Protagonistinnen sind durchweg sympatisch und liebevoll gestaltet. Besonders Yuzu, die eindeutig im Mittelpunkt der Geschehnisse steht, wird keinesfalls nur oberflächlich beleuchtet, sodass es schnell gelingt, Sympathie aufzubauen.

Fazit:
Für Freunde des Genres ist „Citrus“ ein mehr als lohnenswerter Kauf, denn sowohl Story als auch Charaktergestaltung sind wohl durchdacht. Besonders die Zugabe der in der Erstauflage beigefügten ShoCo Card, die einige Informationen zum Autoren bereithält, ist ein netter Zusatz.

Details:
Titel: Citrus, Band 1
Originaltitel:
Mangaka: Saburouta
Erscheinungsjahr: 2013 (JP), 2015 (DE)
Verlag: Ichijinsha (JP), TOKYOPOP (DE)
Genre: Slice of Life, Girls Love, Comedy
Preis: 6,95 €
Bestellen: ISBN-10: 3842011857