Category Archives: Kazuki Takahashi

Autoren/Mangaka Kazuki Takahashi

Kazuki Takahashi

Published by:

Kazuki Takahashi
Geburtstdatum: 4. Oktober 1961 (Tokyo)
Schon in seinen Teenager Jahren ließ sich der Autor von Yu-Gi-Oh von Comics und dem Zeichnen begeistern… 1991 erfolgte dann sein Debüt in Japan’s meistverkauften Zeitschrift „Shonen Slump“. Nach zwei Flops jedoch folgte im Jahr 1996 sein großer Durchbruch: Yu-Gi-Oh! Die Serie erschien 2000 im Fernsehen und wurde über Nacht zum Hit.Der Serie folgten zahlreiche Video-Games, Fan-Artikel und ein großes extrem beliebtes Trading Card Game. 23 Million Manga’s wurden bis dato verkauft.

.Interview mit Yu-Gi-Oh! Erfinder Kazuki Takahashi

Lisa Takeuchi Cullen: Wie fingen Sie an, Manga zu zeichnen?
Kazuki Takahashi:
Schon als Kind liebte ich es zu Zeichnen. Aber vor der High School versuchte ich nie, einen Manga zu machen. Meinen ersten veröffentlichte ich vor 20 Jahren. Es war eine High School Komödie… Allerdings ein totaler Flop! Danach zeichnete ich ein Manga über Pro-Wrestling, wobei ich hier auch nicht viel Glück hatte. Daher mag ich jetzt nicht gerne darüber reden.

Lisa Takeuchi Cullen:
Wie kamen Sie auf die Idee, Yu-Gi-Oh! zu zeichnen?

Kazuki Takahashi:
Ich war schon immer von Videospielen besessen. Als Kind, und sogar heute noch, mochte ich Blackjack und Brettspiele wie Scotland Yard. In einem Spiel wird der Spieler meistens zu einem Helden. Und durch dieses Prinzip entstand dann auch Yu-Gi-Oh!. Der Hauptcharakter, Yugi, ist ein empfindlicher und kindischer Junge, der zum Helden wird, wenn er ein Spiel spielt.

Lisa Takeuchi Cullen:
In den ersten Episoden spielt Yugi mehrere Spiele, einige mit Spielzeug, und andere mit Vorrichtungen. Aber der Manga kam nicht hervor, bevor Sie das Kartenspiel einführten.
Kazuki Takahashi:
Das ist richtig. Ursprünglich hatte ich vor, das Spiel in 2 einzelne Episoden aufzuteilen. Aber die Resonanz, die wir erhielten, war gewaltig. Shonen Jump bekam Anrufe von vielen Kindern, die noch mehr über das Spiel wissen wollten! Zum Beispiel wie man es spielt und wo sie es kaufen konnten. In dieser Zeit spielten Kinder in der Regel keine Kartenspiele! Sie waren von den Videospielen fasziniert. Aber es ist viel aufregender gegen einen Gegner zu kämpfen, dem man beim Spielen direkt in die Augen schauen kann, als mit einem Computer zu spielen. Ich stellte fest, dass ich auf etwas großes gestoßen war, also konzentrierte ich mich nur noch auf das Kartenspiel.

Lisa Takeuchi Cullen:
Ist es schwer, sich jede Menge Kreaturen für die Karten einfallen zu lassen, die alle ihre Stärken und Schwächen haben? Sie sollen ja ca. 700 verschiedene Monster kreiert haben!

Kazuki Takahashi:
Ich habe zwar aufgehört zu zählen, aber ich schätze es sind ein wenig mehr als 1000. Und ja, es ist sehr hart. Und ich bin mir nicht sicher darüber, wie viele davon noch in mir verborgen sind. Aber alle Jungs lieben Monster, und ich bin genau so! Deswegen macht es mir andersrum auch richtig Spaß. Was ich versuche zu tun ist, die Kreatur an die Merkmale des Charakters, der die Karte spielt besser anzupassen. Zum Beispiel ist Kaiba, Yugis größter Freind, gemein und böse. So sind seine Karten auch auf solche Eigenschaften gerichtet.

Lisa Takeuchi Cullen:

Welches Monster ist ihr persönlicher Favorit?

Kazuki Takahashi:
Der Blue Eyes White Dragon. Das ist die 1. Karte, die ich der Öffentlichkeit zeige, also hat sie eine besondere Bedeutung für mich.

Lisa Takeuchi Cullen:
Yu-Gi-Oh wird häufig als der Nachfolger von Pokémon bezeichnet. Wie kam es dazu, dass es Pokémon ablöste und so ein Hit wurde?

Kazuki Takahashi:
Das besondere am Kartenspiel ist, dass man es nicht allein spielen kann. Man muss mit Freunden spielen. Und so verbreitete es sich! Ein Kind sagte zum anderen: „Komm, lass uns ’ne Runde Yu-Gi-Oh spielen!“ Ich denke, dass alle Kinder von ‚henshin‘ denken – die Fähigkeit, sich in etwas anderes oder jemand anders zu verwandeln. Yugis ‚henshin‘ zu einem schlauen und unbesiegbaren Spieler ist für die Kinder ein großer Anreiz und versuchen wie Yugi mit dem Herz der Karten zu spielen.

Lisa Takeuchi Cullen:
Was denken Sie, wie die Amerikaner auf Yu-Gi-Oh! reagieren werden?

Kazuki Takahashi:
Die Story basiert auf dem Leben eines normalen japanischen Schuljungen. Daher bin ich mir nicht sicher, ob sie alles verstehen werden. Aber ich will, dass sie die folgenden wichtigen Sache verstehen: Wenn man das ‚yu‘ in Yugi und das ‚jo‘ übersetzt ‚Freundschaft‘, aber es ist eigentlich viel mehr als das! Wenn die amerikanischen Kinder ein Gefühl der Freundschaft zwischen den beiden Charakteren entwickeln, dann werde ich froh sein!

Englisches Original Interview von Lisa Takeuchi Cullen.
Übersetzt von zEro (www.yugioh-power.de).